Obst- und Gartenbauverein Bad Rotenfels 1930 e.V.
Obst- und Gartenbauverein Bad Rotenfels 1930 e.V.

 

Kulturanleitung Kiwi

 

 

Pflanzzeit

 

Mitte April bis Ende Oktober.

 

Standort

 

Nur bevorzugtes Weinbauklima oder geschützte Lagen mit wenig Spätfrösten im Frühjahr. Im Hausgarten können die Pflanzen bei Spätfrostgefahr zugedeckt werden. Kiwi gedeihen am besten in leicht sauren Böden (PH 5 - 6).

 

Pflanzabstand

 

Weibliche Pflanzen 3 - 5 m, männliche Pflanzen 1 - 2 m. Die männliche Pflanze trägt keine Früchte und kann durch Schnitt schmal gehalten werden.                             Zum Pflanzen den Topf entfernen, Ballen etwas aufreißen, ebenerdig in gute Gartenerde einpflanzen und angießen. Es empfiehlt sich, in den ersten drei Jahren im Winter die Fußzone durch Einbinden mit Karton, Jute oder ähnlichem vor Kälte und Wind zu schützen. Mehrjährige Pflanzen sind weitgehend winterhart.

 

Düngung

 

Im Frühjahr und bei Fruchtansatz ca 30 g/m² Beerendünger breit verteilen. Zu hoher Kalkgehalt im Boden kann zu Chlorose (gelbe Blätter) führen, dann Eisendünger geben. Braucht im Sommer genügend Wassergaben.

 

Pflanzenschutz

 

Ein Pflanzenschutz ist nicht notwendig, Kiwi werden höchst selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen.

 

Erziehung / Schnitt

 

Die Pflanzen müssen an einem stabilen Gerüst gezogen werden (wichtig bei vollem Fruchtbehang). Dies kann folgendermaßen erstellt werden: Pfahlabstand ca. 4 m, Pfahllänge 250 cm. Drei Drähte auf 80, 130 und 180 cm über dem Boden ziehen.

 

1.) Grundsätzlich können Kiwipflanzen wie Reben erzogen und geschnitten werden, da die Blüten ebenfalls aus den Knospen der jungen Triebe wachsen. Es wird ein Haupttrieb senkrecht bis zum obersten Draht gezogen (Schlingen vermeiden). Aus diesem Haupttrieb (Stamm) wachsende Hauptäste in Reihenrichtung anbinden. Je nach Erziehungssystem wählt man die Anzahl der Hauptäste (Abb.1). An diesen Hauptästen wachsen in den folgenden Jahren fruchttragende Jahrestriebe. Diese werden im Sommer auf 8 - 10 Blätter hinter den Früchten eingekürzt. Im Winter werden diese Triebe dann auf 3 - 5 Augen zurückgeschnitten. Aus ihnen entwickelt sich im nächsten Jahr Fruchtholz. Alte Zapfen werden nach 3 - 4 Jahren am Hauptast weggeschnitten und durch Jungtriebe ersetzt.

 

2.) Eine weitere Möglichkeit ist die Erziehung eines Stammes (60 - 80 cm hoch). An diesem werden bis zu 4 Langtriebe belassen und im Sommer an der Stelle, wo sich der Trieb rückwärts schlingt, weggeschnitten. Überflüssige Triebe werden beseitigt. Im Winter werden die alten Langtriebe (die gefruchtet haben) bis zum Stamm zurückgeschnitten und die neuen 4 Langtriebe angebunden. (Abb. 2)

 

Schnittzeitpunkt

 

Sommerschnitt im August, Winterschnitt im Februar.

 

Besonderes

 

Zur Förderung der Blütenknospen sollte man Pflanzen, die nach 4 - 5 Jahren noch keine Früchte tragen: mager halten, keinen Dünger geben, nur Sommerschnitt durchführen, keinen Winterschnitt.

 

Ernte

 

Anfang bis Mitte November (nach dem ersten Frost), wenn die Blätter fallen oder gefallen sind. Früchte werden erst im Lager weich und essreif.

 

Verwendung

 

Die Früchte sind reif, sobald sie weich werden (Ende September, Oktober). Eignung zum Frischverzehr (kann mit Schale gegessen werden), zu Desserts, Kaltschalen, Obstkuchen und Marmeladen.

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