Obst- und Gartenbauverein Bad Rotenfels 1930 e.V.
Obst- und Gartenbauverein Bad Rotenfels 1930 e.V.

GAU   …räumt auf

    …im Stadtteil Bad Rotenfels

 

 

Chronik der bisherigen Aktionen          

 

 

Einleitung und Information

 

Bereits 2009 ging es dem wilden Müll in der Gaggenauer Landschaft buchstäblich an den Kragen. Damals waren Gaggenauer Schülerinnen und Schüler gruppenweise mit großer „Ausbeute“ aktiv. Diese und ähnliche Aktionen mögen wohl eine Initialzündung für das federführend durch Bürgermeisterin Brigitte Schäuble initiierte Projekt „Gaggenau räumt auf“ gewesen sein. So heißt die Aktion, mit der die Stadt mit der die Stadtverwaltung Gaggenau unter maßgeblicher Beteiligung engagierter Bürgerinnen und Bürger das Gesicht der Stadt und ihrer Teile auffrischen und die Landschaft pflegen will. Alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Vereinigungen sind herzlich eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen und sogar ihre eigenen Ideen einzubringen. Die Stadtverwaltung ist rechtlicher Ausrichter, entsorgt das Schnittgut und kümmert sich um die Bereitstellung von gerätschaften, Hilfsmitteln und Fahrzeugen und auch um das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In den außenliegenden Ortsteilen zeichnet der Ortschaftsrat für die Organisation zuständig, in Ottenau die Vereinsgemeinschaft und in Bad Rotenfels und Winkel jeweils ein Organisatorenteam. Die zu erledigenden Maßnahmen werden durch die Organisatoren der einzelnen Stadtteile gesammelt und ausgearbeitet, oder aber von der Stadtverwaltung vorgeschlagen. Auf jeden Fall aber immer durch die zuständigen kommunalen Stellen vorab autorisiert und genehmigt.

In den außenliegenden Stadtteilen erfolgt die Koordination durch die jeweiligen Ortsvorsteher, im Stadtteil Ottenau durch den Vorsitz der Vereinsgemeinschaft und in Bad Rotenfels durch eine Organisatorengruppe, deren Wurzeln beim Obst- und Gartenbaubverein zu finden sind. Die Projekte variieren von Einsatz zu Einsatz bzw. auch unter den Stadtteilen. So werden z.B. Parks der einfachen Grünpflege unterzogen, Bachputzaktionen umgesetzt, Wanderwege ausgebaut, die Stadtmöblierung gepflegt, verbuschte Flächen gerodet oder einfach nur Müll gesammelt. Dabei sind die Aufgaben sehr vielfältig, es ist immer für Jeden etwas dabei - ob groß oder klein, jung oder alt...

 

Am 27. Februar 2010 war die gesamte Bürgerschaft erstmals unter diesem Fokus und Titel aufgerufen, die Landschaft von Müll zu befreien. Schon die ersten Einsätze von „Gaggenau räumt auf“ waren einmal mehr die erfolgreiche Aktion, die sich jeder erhofft hatte. Rund 400 Helferinnen und Helfer nahmen im Februar und März 2010 teil, darunter vier Jugendfeuerwehren, das Jugendorchester der Stadtkapelle, der Jugendgemeinderat, die muslimische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat und das Haus Bodelschwingh aus Freiolsheim.

 

Bürgerschaftliches Engagement wird in Gaggenau großgeschrieben - und die Bürger der großen Kreisstadt tun auch was für ihre Heimatorte. Nachdem als Resonanz der ersten Einsätze sich nicht nur eine erstaunliche Ortsverschönerung zwigte, sondern sich auch schon Maßnahmen für eventuelle „Wiederauflagen“ der Aktion – wohlbemerkt aus den Reihen der Teilnehmer – abzeichneten, blieb es nicht bei den initialen Aktionen. Sowohl örtliche Teilnehmer und Organisatoren als auch Oberbürgermeister Florus und Bürgermeisterin Schäuble hofften nach den ersten Aktionstagen - tief beeindruckt von der großen Bereitschaft, sich für die heimische Landschaft einzusetzen - auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Aktion "Gaggenau räumt auf". Von Aktion zu Aktion entstehen neue, zahlreiche Ideen, mit welchen Aktionen man das Ortsbild weiter verbessern könnte. Diese Pläne werden fortschreitend in die Tat umgesetzt. Seit dem Ausruf der ersten Aktion ist die Putz- und Pflegeaktion "Gaggenau räumt auf" daher schon zu einem festen Bestandteil des Gemeindelebens geworden. Mit zwei geplanten Aktionen pro Jahr und in allen Stadtteilen wird von ehrenamtlicher Seite einiges zur Ortsverschönerung und Instandhaltung beigetragen, was auch aufgrund der schwierigen Finanzlage von Seiten der Zuständigkeiten nicht oder nur schwer umsetzbar oder gar zurückgestellt werden würde.

Seit 2013 erfolgen parallel Arbeitseinsätze ebenfalls unter der Bezeichnung „Gaggenau räumt auf“ im Waldseebad, initiiert durch den „Freundeskreis Waldseebad“, zur Pflege der Anlage.

 

Oberbürgermeister Christof Florus und Bürgermeisterin Brigitte Schäuble lassen es sich nicht nehmen, an den Aktionstagen persönlich bei den Bürgergruppen vorbeizuschauen, sich von den Arbeiten zu überzeugen und schließlich mit den Mitwirkenden ins Gespräch zu kommen, ihre Ideen und Vorschläge aufzunehmen und schließlich allen Beteiligten ganz herzlich zu danken.

 

Fazit der Stadtverwaltung über die initialen Aktionen: „Bei der Aktion ’Gaggenau räumt auf’ zeigt die Bürgerschaft, was in ihr steckt, und pflegt die Landschaft nachhaltig“

 

Im Nachgang der November-Aktion 2011 konnte schon der 1000. ehrenamtliche Helfer gekürt werden – der Preis ging an einen Jugendlichen aus Freiolsheim. Mit der offiziell 5. Aktion in Folge dürften am 10. März 2012 schon insgesamt über 1200 ehrenamtliche Helfer dabei gewesen sein. 

 

Im Folgenden sind die Bad Rotenfels betreffenden Einsätze der Aktion „Gaggenau räumt auf“ aufgestellt.

 

 

Bad Rotenfels

 

Die Aktionen im Stadtteil Bad Rotenfels entstanden in Initiative des Obst- und Gartenbauvereines, der schon seit Langem vereinsinterne Arbeiten zum Wohle des Ortsbildes geleistet hat, und dies unabhängig von den heutigen, von der Stadtverwaltung bzw. insbesondere durch Bürgermeisterin Brigitte Schäuble initiierten „Aufräumaktionen“ weiterhin umsetzt.

 

Ein besonderer Dank gilt allen seitherigen ehrenamtlichen Helfern. Sie geben ein herausragendes Beispiel dafür, dass durch Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Stadt vieles bewegt werden kann. Das Motto des Urinitiators Obst- und Gartenbauverein Bad Rotenfels 1930 e.V.: „lieber mal Hand anlegen und sich dann das gesamte Jahr darüber freuen – als sich das gesamte Jahr ärgern weil andere nichts tun.“

 

 

2010

 

Die erste als „Gaggenau räumt auf“ betitelte Aktion fand an zwei Tagen, am 27. Februar und am 27. März 2010 statt. Die Aktion „Gaggenau räumt auf“ startete in Bad Rotenfels am Samstag, 27. Februar 2010, mit landschaftspflegerischen Maßnahmen.

 

Viele Mitglieder des organisierenden Obst- und Gartenbauvereines wie auch einige vereinsunabhängige Bürger, insgesamt 19 Personen, trafen sich nach dem Presseaufruf bei der Kleintierzuchtanlage in der Untergasse. Am 27. Februar 2010 wurden entlang dieser wurde auf den städtischen Grundstücken bis zum Hühnergraben Wildwuchs, Hecken und abgestorbene Bäume entfernt sowie Aufastungen vorgenommen. Einige junge Bäume wurden umgepflanzt, da sie an ungünstigen Stellen gepflanzt waren. Das Ziel dieser Aktion war, die Wiesenflächen für die Landwirte, die die Bestellung gegenüber der Stadt Gaggenau inne haben, wieder zugänglich zu machen, sodass mit einer flächenhaften Heuernte alle Stellen nachhaltig gepflegt werden können. Die Arbeiten wurden mit dem Winkler Landwirt Bernhard Maier abgesprochen, der die Heuernte dort durchführt. Die Organisation und Koordination übernahm der Obst- und Gartenbauberein Bad Rotenfels e.V., respektive der Fachausschussvorsitzende Jürgen Maier-Born.

Zum anschließenden gemeinsamen Essen konnte das Vereinsheim des Kleintierzüchtervereins Gaggenau und Bad Rotenfels e.V. genutzt werden.

 

 

 

 

Zum zweiten Teil der Erfolgsaktion „Gaggenau räumt auf“, der am 27. März 2010 trotz wechselhaften Wetters startete, wurde als Ergänzung zu den Maßnahmen im Februar der angrenzende „Hühnergraben“ zwischen der Untergasse und dem Hühnerbrünnele durch 35 Mitwirkende einer fundierten Biotoppflege unterzogen. Die Organisation leitete der CDU-Ortsverband Bad Rotenfels, federführend Anne Schmitt. Am Tag vorher hatte es noch in Strömen geregnet, und am Tag nachher wütete das Sturmtief "Xynthia". Doch just am Samstag, als die Aktion stieg, unterstützten die Himmelsmächte die tatkräftigen Gaggenauerinnen und Gaggenauer mit einem herrlichen Kaiserwetter. Die Sonne strahlte, und die Temperaturen waren mild - und die Gaggenauer packten an, dass es eine Freude war, ihnen zuzusehen.

 

Es zeichnete sich schon die erste „unabhängige“ Bürgerbeteiligung ab. Neben zahlreich teilnehmenden Vereinsmitgliedern des Obst- und Gartenbauvereines wurde die Gesamt-Jugendfeuerwehr der Stadt Gaggenau mit rund 100 Angehörigen über deren Jugendleiter Alexander Fitterer durch Bürgermeisterin B.Schäuble zur Mitwirkung inspiriert.  In fast allen Stadtteilen nahmen an diesem Aktionstag die Feuerwehr-Jugendgruppen an den Aktionen im jeweiligen Stadtteil teil, so auch eine große Gruppe am Bad Rotenfelser „Hühnergraben“.  Der Mitorganisator und fachliche Koordinator Jürgen Maier-Born teilte die Mannschaft in in 4 Gruppen ein, die unter der Leitung von Holger Rohwer/Werner Merkel, Ralph Wolter/Jürgen Maier-Born, Dieter Dresel und Martin Götzmann standen.

 

Neben einer fachmännischen Putzaktion entlang des Bachlaufes wurden angrenzende Böschungen von Wildwuchs freigeschnitten, Müll eingesammelt, Totholz, kranke und abgestorbene Bäume und Sträucher unter fachlicher Aufsicht entfernt und auch mit Hilfe der Feuerwehr und deren Gerätschaften das „Hühnerbrünnele“ ausgeputzt. Die Jugendfeuerwehr mit ihren Betreuern Marco Hüftle und Björn Geiger hatte den Abtransport des Schnittgutes zum naheliegenden Grünschnittabfallplatz im „Klein-Feldele“ inne.

 

Folglich entstand wieder ein ansehnlicher „Hühnergraben“, dessen  Durchgangsweg nicht nur der Landwirtschaft dient, sondern auch von vielen Menschen als Wander- und Naherholungsgebiet genzuzt wird. Zitat der Stadtverwaltung: Der Hühnergraben war anschließend kaum wieder zu erkennen, so frei geräumt war die Landschaft. Dem "Hühnerbrünnerle" rückten die Helfer mit dem Sandstrahl zu Leibe, während parallel zu allen Maßnahmen immer wieder wilder Müll zusammengetragen wurde.

 

Anne Schmitt sorgte für das gesamte Team für Verpflegung.

 

 

 

 

Nachgang: Im Februar 2010 hatte der Obst- und Gartenbauverein als Folgemaßnahme entlang der Untergasse acht Obstbäume als Ersatz für die im Rahmen dieser Aktion abgängigen Bäume gepflanzt.  Martin Götzmann vom OGV führte im November rund um den Hühnerbrunnen eine vom Verein finanzierte Bepflanzung durch.

 

Hierauf konstillierte sich ein erstes Team der „Haupt-Organisatoren“ für Bad Rotenfels. Dies waren zunächst Anne Schmitt – die sich vorwiegend um Anmeldungen, Materialien und Verpflegung kümmert, und Jürgen Maier-Born, der die Einsätze fundiert ausarbeitet.

 

 

 

 

Die folgende Veranstaltung fand am 6. November 2010 mit mehreren Gruppen und an mehreren Objekten in Bad Rotenfels statt.

 

Der Obst- und Gartenbauverein koordinierte einen Gehölzrüsckschnitt um die Festhalle im Schulzentrum Dachgrub. Rund um die Festhalle wurden die in die Jahre gekommenen Sträucher und Hecken zurück geschnitten und Laub und Grüngut, dass sich mit den Jahren über der Kiesdrainage hinter der Festhalle abgelagert hat, entfernt.

 

Zeitgleich wurden vom Obst- und Gartenbauverein in Rotenfels an der Festhalle, der evangelischen Johanneskirche und entlang der Murgtalstraße sowie in Winkel Blumenzwiebeln (Narzissen) gepflanzt.

 

Der Gesangverein „Frohsinn“ 1872 Bad Rotenfels e.V. wandte sich mit einigen aktiven Sängern unter ihrem Vorsitzenden Franz Wagner der Pflege der Pflanzbeete in der Rathausstraße zu, wie auch allgemeinen Säuberungstätigkeiten rund um das idyllische Rathaus der ehemals selbstständigen Gemeinde Rotenfels.

 

Ein eigenes Objekt für die Jugendfeuerwehr Bad Rotenfels hatte der damalige Stadtjugendwart Alexander Fitterer ausgewählt, nachdem die Zusage zur Mitwirkung der Jugendfeuerwehr Bad Rotenfels stand. Im Rahmen von Hochwasser-Recherchen für die Feuerwehrchronik kam ihm der Gedanke, die alte Dorfbachbrücke an der Ortseinfahrt Bad Rotenfels einer Pflegemaßnahme zu unterziehen und das kulturhistorisch bedeutsame Kleinod wieder freizulegen. Das Vorhaben fand bei der Stadtverwaltung Anklang, besondere Unterstützung kam von Herrn Gaida, zuständig bei der Stadt Gaggenau für den Bereich Gewässerbau II.Ordnung, welcher das Vorhaben mit der rechtlich zuständigen Stelle klärte (die Brücke ist Bestandteil der Kreisstraße). Das Brückenbauwerk, wie auch der Unterlauf des früheren „Angelgraben“ (Gommersbach) war stark verwildert, die Bruchsteinbauwerke von Efeu, Nesseln, Brombeeren und anderen Unkräutern überwachsen. Nach 6 Anhängerfuhren Grünschnitt zum Gartenabfallplatz wurde noch der Bachlauf im Murgvorland ausgeputzt und die äußeren Sichtsandsteine mit dem Hochdruckreiniger gesäubert. Es kamen das eingehauene Errichtungsdatum der Brücke, 1839, wie auch eine historische Hochwassermarke von 1851 zu Tage.

 

Bürgermeisterin Brigitte Schäuble, die zusammen mit dem städtischen Koordinator Richard Huppmann alle Stationen abfuhr, zeigte sich tief beeindruckt von der sehr guten Motivation und Stimmung sowie dem ausgezeichneten Einsatz der Akteure in sieben Stadtteilen. Auch das Wetter spielte bei der jüngsten Aktion bestens mit. Alle Beteiligten erhielten von der Bürgermeisterin ein dickes Lob.

 

Im Anschluss trafen sich die rund 40 Helfer der einzelnen Teams in der Festhallenküche zum Vesper.

 

Aufgrund dieses überaus positiven Echos planten die Verantwortlichen vor Ort zusammen mit der Stadtverwaltung bereits weitere Aktionen im nächsten Jahr.

 

 

 

 

 

 

In Folge dieser Aktion stieß Alexander Fitterer, der in den vorausgegangenen zwei Einsätzen die Arbeiten der Jugendfeuerwehr initiierte und die Säuberung der Dorfbachbrücke organisierte und leitete, mit zum „Organisatorenteam“ für Bad Rotenfels hinzu, sodass ab der Frühjahrsaktion 2011 ein „Dreierteam“ als Hauptorganisatoren entstand. In diesem Team werden die Vorhaben für die folgenden Einsätze organisiert und der Stadtverwaltung (Hr. Huppmann, Fr. BM Schäuble) bzw. an von der Stadtverwaltung einberufenen Planungssitzungen vorgeschlagen und besprochen. Große Unterstützung erhalten die Organisatoren dabei durch die Verwaltung des Obst- und Gartenbauvereines Bad Rotenfels 1930 e.V. welcher stets mit Material, Sachspenden und Personal mit von der Partie ist.

Die Einsatzplanung wird seit Beginn mit den hierzu bestellten Ansprechpartnern des Bauamtes, Richard Huppmann bzw. Karl Kappenberger von der Friedhofverwaltung, vorbesprochen. Erfreulicherweise erfährt das Rotenfelser Organisatorenteam auch immer Unterstützung – planerisch, fachlich und praktisch – durch den ortsansässigen Gärtnereiinhaber und Stadtrat Albert Kamm.

 

 

2011

 

Die nächstfolgende Aktion vom 26. März wurde in Bad Rotenfels aus organisatorischen Gründen auf den 19. März 2011 vorgezogen. Dieser Einsatz war die „Initialzündung“ einer andauernden Großmaßnahme - Im Fokus des ehrenamtlichen Bürgereinsatzes steht seit diesem Einsatz einmal jährlich der Bad Rotenfelser Friedhof.

 

Von den Organisatoren wurde zunächst ein „kleiner“ Maßnahmenplan erstellt, und schon hieraus wurde klar, dass die Arbeiten am Friedhof mit einem Aktionstag alleine nicht machbar sind. Schon in der Planungsphase erklärte Stadtrat Albert Kamm, der mit seinem vor Ort ansässigen Gartenbaubetrieb seinerzeit noch die Pflege des Bad Rotenfelser Friedhof inne hatte, die Bereitschaft, seine Gerätschaften verwenden zu können, was eine große Hilfe darstellte. Überdies wirkte er selbst mit fachmännischen Anleitungen an den einzelnen Stationen mit.

 

Bei dieser ersten Aktion wurden mithilfe von über 30 Bürgern folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Blumenbeete vor der Aussegnungshalle umgebrochen, neu belegt und bepflanzt.

  • Ersatz von Zaunpfosten und Ausbesserung morscher Teile der Einfriedung

  • Bodendecker und Säulenkirschen, Felsenbirnen und weitere Sträucher gepflanzt

  • Rückschnitt verwilderter Hage, Beete, Bäume und Sträucher

  • Freilegen von rund 20m der historischen Sandstein-Friedhofsmauer incl. Der Treppe gegen den Murgdamm, Befreien von über armdicken Efeuranken, Einschweißen ausgebrochener Teile des Gusseisen-Geländers

  • Einbau einer von der Bildhauerei Kurz (Peter Stahlberger) auf Maß geschnittenen und gestifteten Sandstein-Treppenstufe in die historische Treppe zum Murgdamm (in Vorbesprechungen wurde klar, dass die Treppe aufgrund der maroden Treppenstufe nicht mehr „verkehrssicher“ sei und geplant war, diese dauerhaft zu sperren und mittelfristig durch den Bauhof entfernen zu lassen)

  • Wegebelag erneuern

  • Entastung von Bäumen, deren Äste auf die Gräber ragten

  • Anlage eines Müllsammelplatzes im alten Friedhofteil

     

     

     

    Das anschließende Vesper wurde von Anne Schmitt und Gisela Hähle organisiert und von den örtlichen Einzelhändlern gestiftet. Benötigte Materialien ergingen als Sach- und Materialspenden von den Firmen Profi-Schiffmacher, Bildhauerei Kurz und Gärtnerei Kamm, wie auch vom Obst- und Gartenbauverein. Die Gerätschaften und Materialien zur Aufbereitung der Beete, wie auch deren Bepflanzung, wurde kostenlos von der Fa. Kamm überlassen.

     

    Bei dieser Aktion hat sich gezeigt, dass sich „Gaggenau räumt auf“, zumindest in Bad Rotenfels längst nicht mehr auf das Einsammeln von Müll auf Spielplätzen oder Recheln von Laub aus Verkehrsgrün begrenzt. Vielmehr wurden neben fachmännischen Arbeiten mit Seilwinde, Notstromaggregat und Schweissgerät, Hochentaster und zahlreichen Motorsägen und –sensen, wie auch mit den Maurerarbeiten an der Treppe Arbeiten durchgeführt, die aufgrund ihres Umfangs wohl für den kommunalen Kostenträger finanziell nur schwierig tragbar gewesen wären.  

     

    Die Aktion zeigte mehr, dass sich sehr viele Bürger um die Belange dieses Ehrenamtes kümmern. Eine große Zahl unabhängige Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf, wie auch die Altersmannschaft der Bad Rotenfelser Feuerwehr, die bis vor einigen Jahren noch jährlich die Rosenbeete in den Friedhofanlagen gepflegt hatte, und nun durch einen verjüngten Altersschnitt wieder mehr aktiv werden kann.

    Das Ergebnis fand eine große Anerkennung durch die Bevölkerung.

     

„Gemeinschaft und Geselligkeit: ’Gaggenau räumt auf’ schweißt Bürger zusammen“

 

Die Aktion "Gaggenau räumt auf" ist bereits nach einem Jahr zu einer richtigen Erfolgsgeschichte geworden. Dabei erfuhr noch jeder Aktive, wie schön es ist, gemeinsam etwas in Angriff zu nehmen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. "Die Gemeinschaft trägt", war immer wieder zu hören.

 

 

 

 

Mit der Herbstaktion am 5. November 2011 wurden die Arbeiten auf dem Friedhof Bad Rotenfels fortgesetzt. Die Aktion wurde stadtweit mit der Kür des  1.000sten Helfers beworben. In Bad Rotenfels waren 42 Personen im Einsatz, um den Friedhof auf vielfältige Art und Weise aufzuwerten.

 

Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • Anlage eines Fahrrad-Abstellplatzes gegenüber der Einfahrt

  • Nachpflanzung von Bäumen und Sträuchern

  • Grünpflege: Entfernen von über 100 lfd. Meter Thuja-, Nadel- und Eibenhecken, die als Trennung zwischen einzelnen Feldern angelegt waren – der lange und harte Winter 2010/11 hatte zur Folge, dass viele der alten Hecken der hohen, anhaltenden Schneelast nicht mehr stand halten konnten und abbrachen oder erfroren. Innerhalb dieser Heckenreihen konnten wegen der Wuchsform keine Einzelsträucher ersetzt werden. Man entschied sich für Neupflanzungen und verzichtete auf Nachpflanungen an der hintersten Heckenreihe im alten Friedhofteil. Die Kosten der Pflanzen wurden zur Hälfte durch die Stadt Gaggenau, zur anderen Hälfte vom Obst- und Gartenbauverein getragen.Die Fa. Kamm stiftete obendrein noch weitere Pflanzen.

  • Ersetzen eines großen Teils des Wegebelags

  • Freilegen der restlichen 15 m der historischen Friedhofmauer

  • Abreinigen der Kriegerdenkmale vom DF-Krieg 1870/71und vom 1.Weltkrieg, der 12 Kriegsgräber mit den Grabsteinen und dem Gedenkstein, der Grabstätte der 8 unbekannten Kriegsopfer im alten Friedhofteil, sowie gärtnerische Pflegearbeiten im Umfeld der Gedenkstätten und in den Pflanzbeeten

     

    Die Fa. Kamm stellte eine Häcksler bereit, mit dem der Grünschnitt vor Ort zerkleinert wurde.

    Wiederum nahm die Jugendfeuerwehr Bad Rotenfels mit nahezu allen Mitgliedern teil und hatte regelrechten Spass an – oder mit der Arbeit beim Wegebau und dem Abtransport des Schnittgutes. Neben einem großen Teil von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereines beteiligten sich sogar Bürger aus anderen Stadtteilen. Die entasteten Bäume und bereinigten Grünflächen lieferten über 6 Ster Altholz, welches an interessierte Teilnehmer verteilt wurde.

     

    Da das Vesper jeweils von den örtlichen Gewerbetreibenden und Einzelhändlern gestiftet wurde, aber dennoch von Seiten der Stadt Gaggenau ein Verpflegungsbetrag zur Beschaffung eines gemeinsamen Verpflegung an das Organisatorenteam ausbezahlt wurde, wurde diese Summe verwendet, um am 4. Dezember 2011 ein rege besuchtes Helferfest im Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereines abzuhalten. Neben Glühwein und Vesper wurden Bildimpressionen der letzten Einsätze und vom heutigen und historischen Rotenfelser Ortsbild per Leinwand-präsentation gezeigt und es wurde von den zahlreichen Anwesenden rege über das Geleistete wie auch über weitere Projektmöglichkeiten diskutiert…

 

 

 

2011/2012 PLATANENALLEE

 

Planung einer „außerplanmäßigen Aktion“ – 2011/12: Rückschnitt der Platanenallee Murgtalstr.

 

Seit vielen Jahren waren die Platanen am Murgdamm in der Murgtalstraße ein Diskussionspunkt zwischen Bürgern, insbesondere den Anwohnern, dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung. Man beschwerte sich über den jährlichen übermäßigen Laubanfall im Herbst, verstopfte Regenrinnen, Drainagen und Kellerabläufe, feuchte und moosige Fassaden mangels Lichteinfall und man erkannte eine Gefährdung des Straßenverkehrs als Kettenreaktion durch Laubansammlungen im Herbst, verstopfte Gullys, Überschwemmungen der Murgtalstraße bei Starkregen oder auch durch lange, ausladende Äste, die desöfteren schon dem Windbruch zum Opfer fielen und es so auch schon zu Verkehrsunfällen kam. Die Bepflanzung wurde in den 1970er Jahren angelegt, mittlerweile haben die stattlichen Bäume einen Stammdurchmesser von rund 50…70 cm und eine enorme Wuchshöhe erreicht. Eben um diese Gefahren und Störungen zu minimieren, sollte eine adäquate und tragbare Lösung gefunden werden. Eine Fällung der Platanenallee war nicht Ziel des Vorhabens und wurde ohnehin von den zuständigen verantwortlichen Stellen von vorneherein abgewiesen, da demnach der gesamte Hochwasserschutzdeich saniert werden müsste. Die immer wieder und an vielen Stellen eingebrachten Bürgerinteressen wurden desöfteren in den verantwortlichen Gremien kurz behandelt, jedoch jeweils ohne ein befriedigendes Ergebnis für die Antragssteller.

Die Organisatoren von „Gaggenau räumt auf“ nahmen sich 2011 der Thematik nach mehreren Anfragen aus Kreisen der Anwohner an. Nach mehreren internen Besprechungen des Organisationsteams bot man der Stadtverwaltung an, über mehrere Tage eine Rückschnittaktion durchzuführen, wobei bereits die kostenlose Zurverfügungstellung eines Hubfahrzeuges organisiert und die Bereitschaft mehrerer BG-geschulten Motorsägenführer für die Mitwirkung bei der Entastung und der Zerkleinerung und der Entsorgung des Schnittgutes zugesichert war. Eine Prüfung der Angelegenheit durch die Stadtverwaltung ergab zunächst, dass es sich noch immer nicht um eine dringend erforderliche Maßnahme handeln würde, und für die Entastungsarbeiten im Baum ohnehin eine Spezialausbildung für Sägearbeiten in besonderen Lagen erforderlich wäre, die bei den Beteiligten nicht gegeben ist. Ferner müsste alle 2-3 Jahre eine weitere Rückschnittaktion folgen und die Gefahr einer Pilzerkrankung der Bäume würde sich erhöhen. Man hatte Bedenken, dass sich die Platanen nicht von großen Rückschnitten erholen würden.

Nach mehreren Gesprächen zwischen den Bad Rotenfelser „Gaggenau-räumt-auf“-Initiatoren und verschiedenen Stellen der Stadtverwaltung, zuletzt mit Oberbürgermeister Florus, verfasste dieser eine Vorlage für den Gemeinderat im Sinne der Bürgerinteressen und der Verkehrs-sicherungspflicht durch die Stadtverwaltung, und nicht nur durch die alljährlich im Herbst anfallende, große Laubmenge gefährdet ist, sondern auch durch die zwischenzeitlich bis über 20 m langen,  frei über die Murgtalstraße ragenden Äste, die ein hohes Potenzial zu Eis- oder Windbruch darstellen.  Der Gemeinderat entschied sich im März 2012 – auch aufgrund des Antrages der Bad Rotenfelser Akteure, kurzfristig im Sinne der mit der Situation unzufriedenen Bürger und der Verkehrssicherungspflicht für eine sofortige Rückschnittaktion. Aufgrund der Organisation, Möglichkeiten und der Versicherung wurde der Auftrag allerdings komplett fremd vergeben und kurzfristig innerhalb 1 Arbeitswoche durchgeführt.

Im folgenden Winter beauftragte die Stadtverwaltung wiederum ein Unternehmen mit dem Rückschnitt der etwas jüngeren Platanen am Murgdamm zwischen Glasersteg und Stadtmitte.

Zur Nachhaltigkeit erfolgten im März 2014 erste Folge-Pflegeschnitte.

 

Dieses Thema zeigt, dass alleine die organisatorische Arbeit des Initiatorenteams von „Gaggenau räumt auf“ in Bad Rotenfels auch außerhalb der eigentlichen Planung und Arbeit, große Früchte trägt.

 

 

 

 

2011: 1000ster Helfer

 

"Gaggenau räumt auf": Dank an 1.000sten Helfer und an Sponsoren

www.gaggenau.de vom 06.12.2011

 

 

Oberbürgermeister Christof Florus bedankte sich jetzt bei dem 1.000sten Teilnehmer der Aktion "Gaggenau räumt auf". Der 14jährige Darius Mauderer aus Freiolsheim wurde aus der gesamten Helferschar der Aktion vom 5. November ausgelost. Er kann sich über einen Geschenkgutschein freuen. Das Stadtoberhaupt dankte dem jungen ehrenamtlichen Helfer für seine tatkräftige Unterstützung der erfolgreichen Gaggenauer Aufräumaktion und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass es so engagierte Helfer wie Darius Mauderer gibt.

Folgende Betriebe haben die Aktion "Gaggenau räumt auf" im Jahr 2011 unterstützt:

Brezel-Böhmer, Kuppenheim

Bäckerei Braun, Oberweier

Frischmarkt Fütterer, Bad Rotenfels

Landgasthof Hirsch, Moosbronn

Gärtnerei Kamm, Bad Rotenfels

Bildhauerei Kurz, Gaggenau

Bäckerei Liedke, Bad Rotenfels

Mönchshof, Moosbronn

Roland's Frische Treff, Oberweier

Sanvita-Naturkost, Bad Rotenfels

Profi Schiffmacher, Gaggenau

Getränke Schmitt, Bad Rotenfels

 

Für die Unterstützung durch Verpflegung, Baumaterial, Pflanzen, Maschinen u.a. danken die Stadtverwaltung und die Helferteams in den Ortsteilen ganz herzlich.

Manfred Mayer M.A.
Pressesprecher 
Stadt Gaggenau
Tel. 07225 / 962-404
Fax 07225 / 962-409
E-Mail: 
m.mayer@gaggenau.de

 

 

2012

 

Mit der Frühjahrsaktion am 10. März 2012 fand eine weitere Aktion auf dem Bad Rotenfelser Friedhof statt.

 

Es wurden mit 32 Mitwirkenden wieder zahlreiche Wegebauarbeiten und Freischneiden von Wildwuchs entlang der Einzäunung zum Murgdamm durchgeführt, Entasten von Bäumen, deren Äste bereits tief auf die Gräber hingen, Pflanzungen wurden vorgenommen. Als besondere „Attraktion“ wurden bereits im Vorfeld durch einige Mitwirkende 15 Sitzbänke „eingesammelt“, diese im Gewächshaus der Gärtnerei Kamm zunächst gereinigt und getrocknet. Am Aktionstag wurden diese geschliffen und neu gestrichen, und Tags darauf wieder aufgestellt. Die angefallene enorme Menge von rund 35 cbm Schnittgut aus den Einfriedungen und verwilderten Beeten wurde am Parkplatzrand gelagert und vom Baubetriebshof entsorgt.

 

Erstmals konnte zum Abschluss der Veranstaltung das gemeinsame Vesper dank herrlichen Wetters im Freien abgehalten werden. Anne Schmitt und Gisela Hähle übernahmen wieder die Besorgungen bei zahlreichen Sponsoren, wie auch die Zubereitung.

Von der Aktion "Gaggenau räumt auf" hat das Stadtbild noch immer in unübersehbarer Art und Weise profitiert. Die stets von Erfolg gekrönten bürgerschaftlichen Einsätze waren gesellschaftliche und auch gesellige Ereignisse.

 

 

 

 

Die nächste Bürgeraktion „Gaggenau räumt auf“ erfolgte am 10. November 2012. Nachdem die Ortschaftsräte und Organisationsgruppen in den vorausgehenden Wochen über eine Teilnahme entschieden haben, konnte am 10. November die Bürgeraktion „Gaggenau räumt auf“ starten. Dabei handelt es sich bereits um den siebten Aktionstag im dritten Jahr mit bisher insgesamt fast 1.500 Teilnehmern und über 140 Einzelaktionen. Neben Aufräum-, Sanierungs- und Pflegearbeiten waren am 10. November nach dem Naturschutzgesetz auch wieder Rodungs-arbeiten möglich.

Trotz andauernden und zermürbenden Regens war die siebte Aktion „Gaggenau räumt auf“ ein großer Erfolg. In Bad Rotenfels waren in der Regie von Anne Schmitt, Jürgen Maier-Born und Alexander Fitterer 35 Kräfte zugange, um die Sträucher beim Rathaus zu schneiden, den veralteten Vereinsschaukasten zu entfernen, Blumenbeete zu pflegen, Blumenzwiebeln zu setzen, die Bäume der Untergasse zurückzuschneiden und das „Hollegässle“ freizumachen.

Besonderes wurde darüberhinaus in Bad Rotenfels umgesetzt: Hier hat der Obst- und Gartenbauverein (OGV) insgesamt 4.000 Blumenzwiebeln bestellt, von denen ein Großteil vom Verein selbst gepflanzt wurde. Aber 1.000 Stück wurden im Rahmen der Aktion „Gaggenau räumt auf“ an die Bevölkerung ausgegeben, um die Osterglockenzwiebeln verteilt im ganzen Ortsgebiet in öffentliche Anlagen zu setzen. Im Frühjahr soll es dann in ganz Bad Rotenfels blühen. „Diese Aktion dient der Ortsverschönerung von Bad Rotenfels“, unterstrich OGV-Vorsitzender Andreas Wunsch.

 

 

 

 

2013

 

Der Einsatz vom 9. März 2013 fand erstmals in diesem Rahmen im Wesentlichen im Bad Rotenfelser Kurpark statt, nachdem die ursprünglich geplante Aktion nicht in vollem Maße durchgeführt werden konnte.

Treffpunkt war um 9 Uhr beim Getränkemarkt Schmitt, wo sich die Runde auch zum Abschluss nach getaner Arbeit zum geselligen Zusamensein und zum Flammkuchen-Essen erneut traf. 

In der Planungsphase sah man vor, den Bad Rotenfelser Ortseingang bei der Schmelzer Brücke einem schöneren Ansehen zu unterziehen. Der Bereich des Murgdammes an der nördlichen Verlängerung“ der Platanenallee in der Murgtalstraße, zwischen Dorfbachbrücke und Schmelzer Brücke sollte entbuscht und von Unmengen Müll und Abfällen befreit werden. Leider machten die zuständigen Ämter einen Strich durch die Rechnung. Der Großteil dieser verbuschten Fläche ist als Offenlandbiotop eingestuft, somit dürfe nur ein begrenzter Rückschnitt erfolgen, und dieser nur im Beisein eines Vertreters der Naturschutzbehörde, was organisatorisch nicht umgesetzt werden konnte.

Man einigte sich, die Fläche bis an die Biotopgrenze mit Ausnahme einiger einzelner, schön und stabil gewachsener Bäume, komplett zu roden. Leider musste man allerdings auch auf das Einsammeln der Abfälle im Biotop verzichten, da ohne einen Freischnitt das Areal kaum begehbar gewesen wäre.

 

Ähnliche Rodungsarbeiten fanden in dem kleinen Waldstück zwischen B462 und Badstraße, gegenüber der Einfahrt zum Sportplatz statt. Dort wurden runde 200 cbm Totholz, Fehl- und Wildwuchs entfernt und auf der Badstraße zur Abholung durch den Baubetriebshof gelagert.

Eine weitere Gruppe übernahm einen Rückschnitt der Ziersträucher auf der zum Radweg hin ausgerichteten Rückseite des Lärmschutzwalles zur B462 zwischen Sportplatz und Schloss. Weitere teilnehmer widmeten sich den Ausputzarbeiten der gegenüberliegenden Seite des Radweges, einige meter in den Schlosswald hinein. Es standen zudem der Rückschnitt von Bäumen und Hecken sowie Reinigungsarbeiten in der Untergasse auf dem Programm, was eine kleine Truppe übernahm. Eine ganze Anhängerladung wilden Mülls konnte ebenfalls eingesammelt werden. Leider liegt Ähnliches im geschützten Bereich des Biotops an der Schmelzer Brücke vor, worum sich nun die Naturschutzbehörde kümmern soll. 

30 Bürgerinnen und Bürger – darunter Aktive des Obst- und Gartenbauvereins widmeten sich den Arbeiten. Wieder unterstützte die Jugendgruppe der Bad Rotenfelser Feuerwehr mit dem Abtransport des Schnittgutes und der nassen Abreinigung der Steinfindlinge und –mauern.

 

 

„Gaggenau räumt auf“ hat am Samstag 9. November 2013 seine 9. Auflage erlebt. Sie war erfolgreich und lässt von einer rundum etablierten Bürgerschaftsaktion sprechen. Auch das Wetter spielte diesmal bestens mit. Die Witterung war zwar kühl, doch gerade passend für Arbeiten im Außenbereich.

In Bad Rotenfels waren 27 Kräfte im Einsatz. Es koordinierten organisatorisch Anne Schmitt und praktisch vor Ort Jürgen Maier-Born und Helfer des OGV.

Dabei wurde auf dem Parkplatz des Friedhofes kräftig gerodet, viele der in die Jahre gekommenen, verbuschten und durch den Weges-/Parkplatzrand in Mitleidenschaft gezogenen Bäume uns Sträucher entfernt.

OGV und Jugendfeuerwehr legten auf einer Wiese nahe des Itterbaches und OGV-Vereinsheimes in der Karlstraße ein originelles Biotop an, ein Trockenbiotop für Reptilien.

Wieder erfolgte die Säuberung des Umfelds beim alten Rathaus durch den Gesangverein Frohsinn.

 

 

2014

 

Die Frühjahrsaktion vom 22. März 2014 wurde aus planerischen Gründen kurzfristig auf Mittwoch 19. und Freitag 21. März 2014 vorverlegt. Mit 11 Helfern aus dem Stadtteil Bad Rotenfels waren in dieser „Vor-Aktion“ tätig. Die von den Bad Rotenfelser Organisatoren von „Gaggenau-räumt auf“ bereits im Januar geplante und ausgearbeitete Aktion wurde aufgrund der Überschneidung mit den von anderen Stellen aus geplanten Aktivitäten im Bad Rotenfelser Kurpark kurzfristig terminlich vorverlegt. Nachdem bereits vor längerer Zeit Pflanzen beschafft wurden, fanden nun weitere Arbeiten zur Verschönerung des Friedhofs auf der Murginsel "Klingelwört" statt. Es wurde im Zugangsbereich eine uralte, verbuschte Heckenreihe mit Hilfe von schwerem technischen Gerät und Seilwindeneinsatz entfernt, deren Standort samt dem angrenzenden vergrasten Pflanzbeet eingeebnet und alles neu angelegt. Kistenweise neue, pflegeleichte Pflanzen, gestaltet mit Rindenmulch, und eine neue Heckenreihe verleihen dem Eingang nun ein helleres und einladenderes Aussehen. In diesem Zuge wurde auch der Weg im Zugangsbereich ausgebessert. Dfie Arbeiten konnten rechtzeitig vor dem Wetterumschwung fertiggestellt werden. Es werden noch einige Einsätze auf dem Friedhof erforderlich werden, aber es bestehen von Seiten der Organisatoren auch reichlich weitere Vorschläge für Verschönerungen des Bad Rotenfelser Ortsbildes. Geplant wurde die Aktion durch Jürgen Maier-Born, unterstützt durch Alexander Fitterer und die Helfer des OGV.

Organisatorin Anne Schmitt widmete sich der Mitorganisation des am 22. März 2014 im Kurpark stattfindenden Einsatzes – siehe Kapitel „KURPARK“.

 

WINKEL

 

 „Gaggenau räumt auf“ – Maßnahmen in Winkel

Neben der Gruppe in Bad Rotenfels besteht auch in Winkel ein eigenständiges Team.  Koordiniert wird dies durch Ursula Schneider, als Arbeiten werden überwiegend Laubsammelaktionen entlang der Schäfengasse und der Winkler Waldgasse durchgeführt

 

 

Am 27. März 2010 war in Winkel eine Müllsammelaktion entlang der Winkler Straße und Laubbeseitigung geplant. Ständige Ansprechpartnerin ist Ursula Schneider. Es betätigten sich am ersten Einsatz rund 20 Bürgerinnen und Bürger. Beim "Dorfplätzel" pflegten sie die Landschaft, entlang der Winkler Straße sammelten sie Müll ein und machten Entwässerungsgräben frei. Ausputzen der Lehmgrube an der Winkler Straße. Die Ausbeute der Helferschar um Ursula Schneider ließ sich jedenfalls sehen - und warf ein denkbar schlechtes Licht auf das Umweltbewusstsein mancher Zeitgenossen.

 

6. November 2010:  Aufräumarbeiten, Parkflächenrenovierung, Pflanzung von Blumenzwiebeln.
In Winkel beseitigte und entsorgte die 21köpfige Schar um Ursula Schneider vorwiegend Laub auf verschiedenen Straßen und Wegen. Die Parkflächen in der alten Lehmgrube wurden befestigt, störendes Gestrüpp wurde wirkungsvoll kleingemacht. Schließlich pflanzte man Blumenzwiebel im gesamten Ortsbereich. Der Einsatz hat sich gelohnt!

 

 

 

5. November 2011: Nicht einfach machten es sich auch die 17 Helferinnen und Helfer in Winkel, die bei der Laubbeseitigung, beim Heckenrückschnitt oder der Instandsetzung des Fußweges bei der Bergstraße keine Mühen scheuten. Der Schweiß floss zwar in Strömen, doch die Freude über das Geleistete überwog.

 

Über diese Aktionstage hinaus setzt die „Winkler Dorfgemeinschaft“ sehr viele ehrenamtliche Ortsverschönerungs- und Pflegemaßnahmen nach Ermessen um, z.B. Ortseingangstafel, Dorfhock am Stahlbach, ALT-Wartehäuschen, „Literarisches Schnapshäusle“ u.v.m.

 

 

KURPARK

 

Kurpark Bad Rotenfels – AK Tourismus-Freizeit Gaggenau

Einige Maßnahmen zur Verschönerung und zum Erhalt der Flächen, Anlagen und historischen Relikte im Kurpark Bad Rotenfels und dem angrenzenden Staatswald auf Gemarkung Kuppenheim (Schanzenberg-Abhang, Römisches Pavillon, Schießturm im Girrbachtal etc.) wurden durch den ehrenamtlichen Arbeitskreis „Tourismus-Freizeit“ der Stadt Gaggenau geplant und organisiert. Die ersteren beiden Aktionen wurden noch außerhalb der „Gaggenau-Räumt-Auf“-Aktionstage, durch Helfer des Arbeitskreises und Paten der „Markgraf-Wilhelm-Wege“ durchgeführt, entsprechen jedoch demselben Charakter.

 

Im Kurpark Bad Rotenfels, Bereich „römisches Pavillon“ und Girrbachtal, fand als Maßnahme einer „Winterbegehung“ im Januar 2011 eine vom Arbeitskreis Tourismus-Freizeit Gaggenau organisierte und mit den Patenvereinen der „Markgraf-Wilhelm-Wege“ durchgeführte analoge Aktion statt. In Hinblick auf das Kurparkfest „Licht-Kunst-Lauf“ 2011 hat man den Bereich einsichtiger gemacht und dort diverse Wegebauarbeiten, Pflege- und Sicherungsarbeiten durchgeführt.

 

Im März 2013 plante das Organisationsteam von „Gaggenau räumt auf“ eine größere Maßnahme im Kur- und Schlosspark Bad Rotenfels. Es handelte sich um den Freischnitt des unmittelbaren Randbereichs des Radweges zwischen Kurpark-Einfahrt und Schloss Rotenfels sowie um eine Ausforstung des Waldstückes gegenüber der Sportplatzeinfahrt (Weiteres siehe oben bei 2013).

 

Im Januar 2014 folgte eine weitere, kurzfristig durch den AK-Tourismus-Freizeit intern organisierte Pflegeaktion mit rund einem Dutzend Helfern im Bereich des römischen Pavillon. Maßgebend war das im Jahr 2014 anstehende, 175-jährige Jubiläum der Elisabethenquelle, in welches sich der AK Tourismus-Freizeit organisatorisch einbringen will.

 

Infolgedessen stellte der Arbeitskreis Tourismus-Freizeit im Verlauf des Jahresbeginns 2014 bei der Stadtverwaltung darüberhinaus den Antrag, noch im Frühjahr 2014 Pflege-, Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten an der Trinkhalle und dem Wandelgang im Kurpark durchführen zu lassen. Unabhängig einer Kommunikation mit den für Bad Rotenfels zuständigen Organisatoren wurde die Aktion zwischen Stadtverwaltung und Arbeitskreis aus Kostengründen als GRA-Maßnahme eingereiht und publiziert, was zunächst für Mißstimmungen sorgte. Während Gesprächen zur Angebotseinholung von fachmännischen Malerarbeiten an der Trinkhalle konnte Bürgermeisterin Schäuble die Akteure von „Gaggenau räumt auf“ aus dem Höhenstadtteil Freiolsheim unter Leitung des Ortsvorstehers Ferdinand Schröder für die Mitarbeit im Kurpark gewinnen, welche schon einmal außerhalb ihres Ortsteiles, nämlich bereits am ersten GRA-Einsatz am 27.Februar 2010 im Gaggenauer Bäumbachtal aktiv waren. Zu diesem Zeitpunkt war durch das Organisationsteam in Absprache mit der Bauverwaltung allerdings schon die Maßnahme auf dem Bad Rotenfelser Freidhof geplant und hierzu Material bestellt, sodass der Frühjahrseinsatz 2014 sich auf mehrere „Baustellen“ bewogen hat.  Die Aktion fand nach einer Ortsbegehung vom 12.03.2014 mit Verantwortlichen der Stadt- und Kurverwaltung, dem AK Tourismus-Freizeit, einzelnen Helfern und dem Organisatorenteam für Bad Rotenfels an zwei Tagen, 15. und 22.03.2014 statt. Da die Friedhofarbeiten von den Organisatoren kurzfristig vorverlegt und bereits am Freitag abgeschlossen werden konnte, erklärten sich noch einige Bad Rotenfelser Helfer bereit, auch diese Aktion zu unterstützen.

Durchgeführt wurden Reinigungsarbeiten an Dächern, Wegen, Fassaden etc., diese besonders mit Hilfe der Jugendfeuerwehr, Vorbereitungen für die anstehenden, an ortsansässige Betriebe vergebenen Malerarbeiten und weitere Reinigungs- und Pflegearbeiten rund um Konzertmuschel, Wandelgang und Trinkhalle. Die Organisation teilten sich Vertreter der Stadt- und Kurverwaltung, Baubetriebshof Herr Schucker, der Arbeitskreis Tourismus-Freizeit und Anne Schmitt vom Bad Rotenfelser Organisatorenteam. 

 

 

MURGUFER

 

Murg und Murgvorland - DLRG

Als zusätzliche Aktion für Pflegemaßnahmen in Bad Rotenfels fand am 22.03.2014 auf Eigeninitiative der DLRG, Ortsverein Gaggenau, eine Putzaktion im Morgvorland zwischen Gaggenau und Bad Rotenfels Nord statt. Bereits im Vorjahr war die DLRG zwischen Ottenau und Gaggenau im Murgvorland aktiv.

 

 

Dokumentation und Zusammenstellung von Alexander Fitterer, Letzte Überarbeitung 22.03.2014

Inhalte teilweise entnommen aus Presseberichten der Webseite der Stadt Gaggenau, M.Mayer

 

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